Über RB

Geboren 1965 in Weimar/Thür.
Seit 2021 wieder wohnhaft in Weimar/Thür.
Nachhaltigkeitsberater
Verheiratet
2 erwachsene Kinder

1965 in Weimar/Thüringen geboren, wuchs ich in der DDR auf und beendet 1990 mein Studium zum Mathematik-Physik-Lehrer. Ich wechselte mit den Veränderungen im Rahmen der Wiedervereinigung in die Bankbranche und war dort viele Jahre in sehr unterschiedlichen Positionen und Regionen tätig. Seit 2022 bin ich selbständiger Nachhaltigkeitsberater. Nachfolgend 3 Szenen, um meine Entwicklung zum Mediator und mein Verständnis von der Rolle eines Mediators zu illustrieren.

In jungen Jahren war ich einiger Jahre als Fußballschiedsrichter aktiv (noch einige Jahre mehr auch als Fußballspieler). Jahre später habe ich verstanden, warum ich seinerzeit als Schiedsrichter nicht so erfolgreich war: Ich habe schon damals eher die einvernehmliche Konfliktlösung gesucht und das lässt sich mit der Entscheidung über Richtig und Falsch, die ein Schiedsrichter natürlich laufend treffen muss, nur schwer vereinbaren.

In den Jahren nach der Wende und Wiedervereinigung war ich in einem beruflichen Umfeld tätig, dass mit Kollegen aus allen Regionen von Ost und West besetzt war. Hier bemerkte ich immer wieder, wie einerseits die gleichen Dinge aus unterschiedlichen Lebenserfahrungen heraus sehr unterschiedlich interpretiert werden, wie wenige kleine Schritte aber andererseits auch nur notwendig sind, um trotzdem freundschaftlich und produktiv zusammenzuarbeiten.

Viele Jahre später (nach dem Ausscheiden aus der Bank) wurde ich als „Fachmann“ von einem Exkollegen, um Hilfestellung bei einer problematischen Projektentscheidung gebeten. Das „Problem“ wurde erfolgreich gelöst und das Feedback an mich war: Dein Beitrag als Fachmann hat uns nicht wirklich geholfen (Schade!), aber deine Gesprächsführung war extrem zielführend, um die Interessen der unterschiedlichen Bereiche zum Konsens zu führen (Hurra!).

Die Entscheidung meine Fähigkeiten als Konfliktlöser durch eine Ausbildung zum Mediator zu ergänzen und somit zu professionalisieren war dann nicht mehr schwierig.